Die Sinfonietta Weserbergland gestaltet am Wochenende zwei musikalische Gottesdienste in Hameln und Bad Münder mit. Das Orchester mit knapp 50 Musikerinnen und Musikern spielt die Sinfonie Es-Dur des Romantikers E. T. A. Hoffmann. Der 1776, also vor 250 Jahren geborene Komponist ist heute vor allem als Schriftsteller für seine Erzählungen und Märchen wie „Der goldne Topf“ und „Der Sandmann“ bekannt. Er war aber auch als Kapellmeister tätig und komponierte unter anderem eine Oper „Undine“. Seine Sinfonie Es-Dur ist an den Vorbildern Mozart und Haydn geschult und sprüht vor Elan und Optimismus. Außerdem begleitet die Sinfonietta Weserbergland die Gemeindelieder, darunter das beliebte Abendlied „Bleib bei mir, Herr“ – der gemeinsame Gesang mit Orchesterbegleitung ist für viele ein ganz besonderer Gänsehautmoment.
„Mit E. T. A. Hoffmanns Sinfonie haben wir uns wieder eine absolute Rarität vorgenommen, die es lohnt, neu entdeckt zu werden. Alle haben intensiv geübt und das Ergebnis kann sich hören lassen“, sagt Vanselow, der die Sinfonietta Weserbergland vor zehn Jahren als Projekt-Orchester des Kirchenkreises Hameln-Pyrmont gegründet hat. Das Ensemble ist ihm ein Herzensanliegen: „Das generationenübergreifende Musizieren mit Musikbegeisterten von 16 bis 82 Jahren aus der gesamten Region macht richtig viel Freude und zeigt, welche verbindende Kraft die Musik hat.“ Auch in diesem Jahr wurde die Probenarbeit von Instrumentalpädagoginnen und -pädagogen aus der Wilhelm Homeyer Musikschule der Stadt Hameln unterstützt.
Die Gottesdienste mit der Sinfonietta Weserbergland finden am Samstag, dem 25. April, um 17 Uhr in der Martin-Luther-Kirche Hameln sowie am Sonntag, dem 26. April, um 17 Uhr in der Petri-Pauli-Kirche Bad Münder statt. Die Predigt hält Pastor Benjamin Westerkamp (Hameln) bzw. Pastor Dietmar Adler (Bad Münder).